Alzheimer Demenz

Wie beginnt die Alzheimer Demenz?

  • Die Alzheimer Demenz beginnt regelhaft immer mit Gedächtnisstörungen.

  • Die Patienten vergessen nicht nur Eigennamen, sondern auch Ereignisse.

  • Situationen der letzten Stunden, Tage und Wochen werden gar nicht oder in verworrener Reihenfolge bzw. bruchstückhaft erinnert.

  • Andere Patienten finden aus relativ unbekannter Umgebung, wegen der Schwäche ihres räumlichen Gedächtnisses, nicht mehr wie früher auf kürzestem Weg nach Hause.

  • Die Störung des sprachlichen Gedächtnisses äußert sich in Wortfindungsstörungen.

  • Die zeitliche Desorientierung ist die Folge der Gedächtnisstörung und schon früh im Verlauf beeinträchtigt.



Pathologie der Alzheimer Demenz

Durch die Alzheimer Demenz beginnt ein frühzeitiger Abbau von Gehirnzellen vor allem im Temporallappen und im Hippocampus. Dadurch kommt es zu einer Atrophie, das bedeutet die Großhirnrinde schrumpft und es kommt zu einer Erweiterung der Hirnkammern, wie an MRT-Bildern deutlich zu erkennen ist.



Behandlung der Alzheimer Demenz

Seit dem Jahre 1996 ermöglichen die sogenannten Acetylcholinesterasehemmer eine Therapie der Alzheimer Demenz, welche die intellektuellen Ausfälle verzögert und das Fortschreiten der Demenz vermindert. Diese Therapie sollte allerdings schon bei milder Demenz beginnen, um den Betroffenen möglichst lange ein selbständiges Leben zu ermöglichen. Die gefürchtete und häufig lange „übersehene“ Krankheit Alzheimer-Demenz („da kann man eh nichts machen“) ist also behandelbar und sollte rechtzeitig diagnostiziert werden.

Leider wird die Demenz auch heute noch in der Regel erst dann erkannt, wenn die Betroffenen deutlich verwirrt sind, also Wochentag, Monat oder Jahreszahl nicht mehr angeben können. Dank der modernen Therapiemöglichkeiten ist die frühe Diagnose der Alzheimer Demenz ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen geworden, dem in Wien eine große epidemiologische Untersuchung gewidmet ist.